Liebe FreundInnen des Repair Cafés,

der nächste Termin steht fest! Am 27. September ab 17:00 Uhr in der Max-Josef-Str. 13 (Reisberger Hof) in Tegernsee

Wir haben aktuell drei Bereiche:

Elektrogeräte:

Alles was mit Strom funktioniert. Alte Mixer, Föhn oder ähnliches

Fahrräder: ACHTUNG! Unser Bereich Fahrräder wird erst wieder im Frühling angeboten

Textilien:

Knöpfe nähen, Jacken flicken, Socken stopfen. Viele Textilien können gerettet werden.

Bringen Sie ihre Gegenstände mit. Wir versuchen eine gemeinsame Reparatur. Bei größeren Projekten kündigen Sie diese bitte unter: angelikahubner@kostuem-schliersee.de an

Ort: Tegernsee Reisberger Hof

Max-Josefstr. 13

Zeit: 31. Mai ab 17:00 Uhr

Das neue Semester steht vor der Tür und wir freuen uns Ihnen unser neues Programm präsentieren zu können.

Sie finden das Programmheft am 17. September als Beilage im Gelben Blatt und ab 19. September in Ihrem Zentrum

Natürlich können Sie auch einfach auf unserer Webseite stöbern und Kurse buchen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen, lernen und entdecken

Mit coronabedingter Verspätung hat die vhs Oberland im Waitzinger Keller ihre Gründung gefeiert. Man lobte die Entscheidung zum Verbund als zukunftsorientiert und krisenbeständig. Es war ein jahrelanger Weg bis zur Gründung. 

Um diese zu feiern, waren Bürgermeister, Mitglieder des Vereins und des Aufsichtsrats, Referenten und Ehrengäste gekommen. Künstler und Musiker Erich Kogler führte als Moderator kabarettistisch sowie mit Unterstützung der Band Mountainlakevista durch den Abend.

„Von der vhs Oberland profitieren alle Bürger im Landkreis Miesbach“, sagte Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender ist. Er verglich die Fusion, zu der sich fast alle Gemeinden entschlossen haben, um weiter förderfähig, wirk- und schlagkräftig zu sein sowie das Aufgehen in einem großen Ganzen mit dem Bau eines Schiffes. Dessen Taufe mit der Gründungsfeier erfolge, nachdem das Schiff vhs Oberland bereits zu Wasser gelassen und die vhs-Leiter Thomas Mandl und Veronika Weese mit ihrer Mannschaft bewiesen hätten, dass die Abläufe auf hoher See funktionieren. In Richtung der beiden Volkshochschulen, die sich nicht angeschlossen haben, signalisierte er: „Die Plätze sind reserviert. Wir können noch aufnehmen.“ Dabei wünschte er viel Rückenwind und, dass die Führungsmannschaft weiter neugierig auf neue Ufer sei und den Kurs beibehalte. „Gemeinsam für mehr Bildung“, war die Parole von Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller. Er zeigte sich insbesondere vom passgenauen Bildungsangebot der vhs Oberland beeindruckt: „Der Lehrplan ist auf die Bedürfnisse der Bürger abgestellt, quasi maßgeschneidert.“ Die Bürgermeister hätten die Erwachsenenbildung zur Chefsache erklärt. Die vhs Oberland mit ihren vier Zentren sei die viertgrößte vhs in Bayern und mit ihrem Onlinekurs-Angebot sogar ein Vorreiter. „Damit hat der Bildungslandkreis Miesbach eine Spitzenposition.“ 

Die Gründung sei zwar ein Kraftakt gewesen, sagte er mit Blick auf viel Überzeugungsarbeit wie auch die vollkommene Veränderung der Bildungslandschaft durch Corona: „Aber die neue Struktur ist das Richtige für die Anforderung der Zeit.“ Auch Martin Egger, Managementdirektor der Münchner Volkshochschule, gratulierte zu der guten „Entscheidung für die Zukunft der Bildung und Gesellschaft“ und zum professionellen Angebot. Die vhs sei ein Ort, wo Umbrüche, Veränderungen und Krisen begleitet werden. Und er erinnerte, dass Erwachsenenbildung ein öffentlicher Verfassungsauftrag sei. Im Gesprächskreis mit Kornelius Schlehlein von der vhs Gunzenhausen, der den Prozess als Strukturberater begleitete, ließen Weese und Mandl die Jahre seit der Beschlussfassung 2018 im Rathaussaal Holzkirchen Revue passieren. Sie lobten das Strukturförderprogramm, dankten dem Lenkungsausschuss, der sie so gut auf den Weg gebracht habe und den Mitarbeiterinnen in den vier Teams für ihre Bereitschaft zusammenzuarbeiten.

In seiner humorvollen Festrede ging der ehemalige Chef der Münchner Volkshochschule, Professor Klaus Meisel, der Frage nach, wieviel vhs das Oberland brauche? Viel, denn die vhs sei als Teil der kommunalen Daseinsfürsorge in Bayern Staatsziel. Für die Megatrends unserer Zeit – Globalisierung und Digitalisierung – brauche es Bildung. Die vhs sei außerdem tragend in den Bereichen kulturelle Bildung, demokratische Entwicklung, Fachkräftemangel, Allgemeinbildung, Zuwanderung und Demokratisierung. „Wir brauchen mehr vhs, wenn wir Gesellschaft zusammenhalten und mitgestalten wollen“, forderte Meisel

Wie dringend diese Forderung sei, legte die aus Berlin angereiste Sozialwissenschaftlerin Anja Wagner von der Bildungsberatungsagentur Frolleinflow dar. Es brauche mehr digitale Kompetenz, sagte sie. Veränderungsbereitschaft, Lernbereitschaft und Innovationsbereitschaft müssten gefördert werden. Offene Lernräume seien dafür Voraussetzung, wie beispielsweise das Fablab Oberland. Allein dieser Vortrag mit der anschließenden Podiumsdiskussion hätte einen Abend füllen können, sodass man sich erst sehr spät zum gemeinsamen Feiern aufmachte.

Sommerfest mit
Entdeckungen

Kalari, schon mal gehört? Das ist eine indische Kampfsportart, lang Kalaripayattu genannt. Die Vorführung dieses Sports war nur einer der Höhepunkte beim dies jährigen Sommerfest des vhs-Zentrums im Tegernseer Tal. Im Garten des Reisberger Hofs trafen sich bei sommerlichen Temperaturen rund 150 Besucher. Neben einer Führung durch das historische Gebäude gab es eine Fotoausstellung vergangener vhs-Reisen sowie die Möglichkeit, die Kunst der Kalligrafie auszuprobieren oder mit einer Kräuterpädagogin Leckereien zuzubereiten. In der Abendsonne sorgten Alexander Laprell als LaPrele und die Folkband Mountain Lake Vista für die passende musikalische Untermalung. Nach einem einem plötzlichen Gewitter wurde das Fest in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums Planet-X fortgeführt. Wir danken allen Beteiligten und freuen uns schon auf nächstes Jahr

Mountain Lake Vista beim Sommerfest der vhs Oberland

Was ist ein Präventionskurs?

Ein Präventionskurs nach §20 SGB V ist ein zertifizierter und von Krankenkassen anerkannter Gesundheitskurs, der sich auf ein bestimmtes Handlungsfeld konzentriert. Zu den Handlungsfeldern zählen folgende Themen: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung .

Zu den Handlungsfeldern zählen folgende Themen: Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung .

Das allgemeine Ziel

eines Präventionskurses ist es, das Gesundheitsbewusstsein schrittweise zu sensibilisieren und zu stärken, um dauerhaft einen gesunden Lebensstil zu entwickeln.

Zielgruppen sind,

unabhängig vom Alter, sozialen Status und Geschlecht, alle gesetzlich versicherten Personen. Demnach finden sich Präventionskurse für Kinder bis hin zu Senioren. Dabei sind Präventionskurse nicht nur für Anfänger,

sondern auch für Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene geeignet.

Hier finden Sie alle kostenlosen Schnupperangebote in unserem Präventiosnbereich

Sonderrubrik >> Schnupperkurse

vhs.hybrid: Präventionsprobestunde: kombiniertes Wirbelsäulentraining 

Beginn
Fr., 30.09.2022, 08:00 - 09:30 Uhr
Kursort
Holzkirchen, Grundschule Mehrzwecksaal, Probst-Sigl-Straße 3
Gebühr
0,00 €
Status
Anmeldung auf Warteliste

vhs-online: Resilienz - Die eigene Kraft nutzen - Selbststärke 

Beginn
Fr., 30.09.2022, 17:30 - 19:00 Uhr
Kursort
zoom MB 12
Gebühr
0,00 €
Status
Es sind noch 14 Plätze frei

Demo Kursbild

vhs.online: Affinity Foto - die alternative Bildbearbeitung 

Beginn
Mo., 10.10.2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursort
Zoom1
Gebühr
10,00 €
Status
Es sind noch 20 Plätze frei

Demo Kursbild

Beckenboden Training - kostenlose Schnupperstunde 

Beginn
Di., 11.10.2022, 09:15 - 10:30 Uhr
Kursort
Otterfing, Mehrzweckraum Grundschule, Schulstraße 8
Gebühr
0,00 €
Status
Es sind noch 11 Plätze frei

Floating Fitness- kostenlose Probestunde 

Beginn
Di., 11.10.2022, 19:00 - 20:00 Uhr
Kursort
Holzkirchen, Batusa
Gebühr
0,00 €
Status
Anmeldung auf Warteliste

Demo Kursbild

vhs.online: Affinity Foto - die alternative Bildbearbeitung 

Beginn
Mo., 24.10.2022, 19:00 - 21:30 Uhr
Kursort
Zoom1
Gebühr
68,00 €
Status
Es sind noch 8 Plätze frei

Demo Kursbild

vhs.online: 12 Zutaten für ein erfülltes Leben 

Beginn
Mo., 07.11.2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursort
ZoomJM
Gebühr
10,00 €
Status
Es sind noch 19 Plätze frei

Demo Kursbild

Socken stricken - Grundkurs 

Beginn
Mi., 09.11.2022, 18:30 - 20:00 Uhr
Kursort
vhs-Zentrum Holzkirchen, Raum 03
Gebühr
18,00 €
Status
Es sind noch 6 Plätze frei

Demo Kursbild

vhs.online: So meistern Sie Ihre E-Mail-Flut  

Beginn
Mi., 30.11.2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursort
Zoom1
Gebühr
10,00 €
Status
Es sind noch 12 Plätze frei

Demo Kursbild

vhs.online: Small Talk auf Französisch 

Beginn
Do., 08.12.2022, 19:00 - 20:00 Uhr
Kursort
Zoom4
Gebühr
7,50 €
Status
Es sind noch 20 Plätze frei

Demo Kursbild

Aufregende Kriminalgeschichten in der Alten Pinakothek 

Beginn
Di., 14.02.2023, 18:00 - 19:30 Uhr
Kursort
München; Alte Pinakothek
Gebühr
9,00 €
Status
Es sind noch 7 Plätze frei



Nach „Wie wir denken und lernen“ von Manfred Spitzer und Norbert Herschkowitz

Grundthese: Wir lernen im Alter nicht mehr so schnell, dafür können wir aber auf Ressourcen zugreifen, die diesen Umstand mehr als wettmachen. Dass wir uns jenseits der 70 auf Gedächtnislücken und Verfall einstellen müssen, ist ein Mythos. Denn:

Unser Gehirn entwickelt dich unser ganzes Leben lang

Wir kommen mit einem fertigen Set an Gehirnzellen mit einer groben Struktur auf die Welt. In den ersten 3 Lebensjahren geht es darum, dass sich die Zellen sortieren und Synapsen ausbilden.

Ab ca. 3 Jahren werden wichtige Verbindungen gestützt und ausgebaut, unwichtige eliminiert. In der Jugend erfolgt eine starke Vernetzung, allerdings nur von nahe zusammenliegenden Gehirnregionen. Erwachsene können dann auch weiter entfernte Gehirnregionen mittels langer Nervenbahnen vernetzen, die zunehmend mit einer Myelinschicht ummantelt werden, was sie stärkt und leitungsfähiger macht.

Das ermöglicht, auch nicht unmittelbare Zusammenhänge zu erkennen und kreativ zu denken. Beispiel: Welchen Wein kaufen Sie, wenn Sie ein Chanson von Edith Piaf hören?

Die Myelinisierung von Nervenbahnen erfolgt das ganze Leben hindurch. Dadurch und durch die stetige Vernetzung steigt im Erwachsenalter die mentale Leistungsfähigkeit, unsere Koordination verbessert sich und die Integration von Wissen gelingt uns leichter.

Im Erwachsenenalter sind wir besser in der Lage, Entscheidungen zu treffen und Ziele zu erreichen

Der sogenannte Präfrontaler Cortex ist das Planungszentrum des Gehirns. Für Planungen muss Erfahrungswissen abgerufen und gleichzeitig auf die Zukunft angewendet werden. Vergangenheit und Zukunft sind für das Gehirn quasi identisch, dieselben Gehirnregionen sind aktiv.
Erwachsene haben eine bessere Impulskontrolle (ich darf den Geburtstagskuchen nicht vor der Feier aufessen) als Kinder. Sich etwas vorzunehmen und es auch auszuführen, das gelingt die Jahre hindurch immer besser. Erst zwischen 40 und 60 Jahren sind wir am Höhepunkt, Ziele zu setzen und sie mit Ausdauer zu erreichen. Dank fortschreitender Vernetzung in unserem Gehirn können wir unser Frontalhirn besser ansteuern und unsere Selbstbeherrschung steigern.
Gleichzeitig gewinnen wir ständig an Erfahrung und können so Probleme besser analysieren und zielgerichtet Gegenmaßnahmen entwickeln. Der Pilot Chesley B. Sullenberger, dem es  2009 gelang, einen Airbus 320 auf dem Hudson River, also inmitten des vielbefahrenen Hafen New Yorks, zu wassern, war damals 58 Jahre alt. Alle 155 Personen an Bord überlebten. Diese Notwasserung gilt als fliegerische Meisterleistung, weil Sullenberger und seine Crew in kürzester Zeit mit kühlen Kopf mehrere Entscheidungen zu treffen und eine höchst ungewöhnliche Landung zu meistern hatten, die sie vorher nie geübt hatten. Sullenberger konnte aber auf 20.000 Stunden Flugerfahrungen zurückgreifen und sie erfolgreich anwenden.

Wissenszentren und Gefühlszentren verbinden sich ab ca. 30 Jahren mit zunehmendem Alter. Das macht uns empathischer und befähigt uns, Entscheidungen ganzheitlich (Gefühl + Vernunft + Erfahrung) abzuwägen und selbst bei unvollständigen Informationen gute Entscheidungen zu treffen.

Wir lernen als Erwachsene langsamer, aber nicht schlechter.

Das ist wissenschaftlich gut erforscht. Der Grund: Bei Erwachsenen ist viel Wissen enthalten, das nicht überschrieben werden soll, während bei kleinen Kindern noch viele Leerstellen im Gehirn ausgefüllt werden.

Säuglinge lernen ihre Muttersprache erstaunlich schnell durch bloßes Zuhören. Bei Erwachsenen erfolgt das Lernen einer Sprache anders. Bei Ihnen reicht bloßes Zuhören nicht aus. Sie brauchen Sprachkurse und müssen Vokabeln büffeln. Dafür können sie aber auf viele grammatikalische Strukturen zurückgreifen. Das ermöglicht z.B. das parallele Lernen von verschiedenen Fremdsprachen.  Voraussetzung dafür ist allerdings, das bereits in der Kindheit viel gelernt wurde und grundliegende Strukturen im Gehirn ausgebildet wurden.

Mit dem Alter wird das Lernen vielschichtiger. Das ermöglicht, Probleme zu reflektieren, die keine eindeutige Lösung haben. Das Lernen als Erwachsener vollzieht sich in 4 Schritten: InformationReflektion (was ist der Gehalt der Information) – Relevanz (welche Bedeutung hat die Information für mein Leben, mein Problem) – Umsetzung (Anwendung der reflektierten Information) mit Theoriebildung (Verallgemeinerung) und Praxistest auf Korrektheit der entwickelten Theorie. Dies ermöglicht uns alte Gewohnheiten und Denkmuster zu hinterfragen und auch zu ändern.

Zwischen 40 und 60 Jahren stehen wir gehirnphysiologisch auf dem Höhepunkt

Das Gehirn reagiert besonders auf unerwartete äußere Eindrücke im Laufe des Lebens immer langsamer (ca. 2 Millisekunden langsamer pro Lebensjahr). Den Verlust an Schnelligkeit kompensieren aber die Erfahrungen, die wir gemacht haben. Wir können Neues besser einordnen und besser darauf reagieren. Unsere Hardware wird langsamer, dafür unsere Software effektiver. Zwischen 40 Jahren und 60 Jahren ist die Balance zwischen Informationsverarbeitung und vorhandenem Wissen ideal. Unser Gehirn arbeitet so schnell und effizient wie nie zuvor.

Von der Weisheit der Älteren profitieren alle Generationen

Weisheit bedeutet, bisher unverbundene Erfahrungen zusammenzufügen und zu etwas Neuem und Positivem zu entwickeln.  Jüngere profitieren dann von den Älteren. So besetzen viele Firmen ihre Entwicklergruppen altersgemischt. Der positive Einfluss von Großmüttern auf Familien wurde in vielen Studien nachgewiesen.

Normale Alterungsprozesse machen sich im fortgeschrittenen Alter kaum bemerkbar

Unser Gehirn hat 100 Milliarden Nervenzellen. Im Gehirn einer 80jährigen Person sind nur 10% weniger Nervenzellen zu finden als bei jüngeren Menschen. Der Grund für diesen geringen Abbau ist nicht bekannt. Zwar sterben mit dem Altern Nervenzellen ab, doch aus dem Stammzellen im Gehirn werden anscheinend fortwährend neue Neuronen gebildet, die sogar effizienter arbeiten als deren Vorgänger.
Diese Neubildung erfolgt dabei besonders dort, wo es für das Gedächtnis am besten ist: Im „Riechhirn“ und dem „Hippocampus“. Der Hippocampus ist dabei der „Zwischenspeicher“ des Gehirns, in dem Informationen gespeichert werden, bevor sie in das Langzeitgedächtnis transferiert werden.

Leistungseinbußen machen sich erst bemerkbar, wenn 70 bis 80 Prozent eines neuronalen Netzwerks zerstört sind. Die ist aber nur bei Erkrankungen wie Alzheimer oder bei Schlaganfällen der Fall. Ein zunehmender geistiger Zerfall ist kein Naturgesetz. Wichtig ist dabei, nie mit dem Lernen aufzuhören, weil das Gehirn fortwährend neue Nervenzellen und Verknüpfungen ausbildet – freilich etwas langsamer als bei jungen Menschen.

Wir können unser Gedächtnis selbst beeinflussen

Wie wir uns in jüngeren Jahren verhalten, hat Einfluss auf das Altern. Besonders die Selbstkontrolle scheint ein wichtiger Aspekt für gutes Altern zu sein. Wer sich beherrschen und eine positive Grundeinstellung zum Leben entwickeln kann, hat mehr im Alter.
Auch Bewegung und körperliche Fitness machen viel aus. Dabei sind keine Höchstleistungen notwendig. 40-60 Minuten zügiges Gehen pro Tag können die Merk- und Gedächtnisleistungen positiv beeinflussen – wenn es fortgesetzt über Jahre praktiziert wird. Auch sollte man öfter Neues ausprobieren. Eine Studie ergab, dass ein Jonglier-Kurs mit 3 Bällen im Rentenalter zu positiven neuronalen Ergebnissen führt. Die TeilnehmerInnen waren am Ende nicht nur beweglicher, sondern konnten sogar besser sehen und entwickelten insgesamt mehr Freude an der Bewegung. Ähnlich Ergebnisse zeigten auch Untersuchungen zum Thema „Klavierspielen“. Die Probanden übten wöchentlich ca. 3 Stunden. Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Gedächtnis und allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit verbesserten sich nach einiger Zeit messbar.

Es gilt also: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans umso mehr

Ein Besuch Volkshochschule hält Menschen fit und ermöglicht gutes Altern. Was in Spitzner und Herschkowitz aber nur ansatzweise reflektieren, sind die positiven Auswirkungen des gemeinsamen Lernens. Lernen hat immer eine soziale Komponente. In der Volkshochschule lernen Sie zusammen mit anderen Menschen, die Ihre Interessen teilen, mit denen Sie ins Gespräch kommen. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die kognitive Leistungsfähigkeit und Lebensfreude aus.

Was will ich erreichen? Wie kann ich mich, meine Arbeit, die Welt gestalten?
Die 4K als Schlüsselkompetenzen der Zukunft

Immer mehr Berufe sterben aus. Oder kennen Sie noch einen Posamentierer? Ein Großteil der Jugendlichen, die heute in die Schule gehen, wird in Berufen arbeiten, die wir heute noch gar nicht kennen. Arbeiten, die mit den Händen ausgeführt werden können, übernehmen immer mehr Roboter und Maschinen. Das herkömmliche Qualifikationssystem, das auf Abfrage- und Fachwissen basiert, wird mehr und mehr durch künstliche Intelligenz ersetzt. Formale Zertifikate wie Zeugnisse zählen immer weniger. Dem Arbeitgeber interessiert nicht, was der Arbeitssuchende gelernt hat, sondern was er kann und wo man ihn gut einsetzen kann.

Bereits heute geben aber 40% der Arbeitgeber an, dass sie Schwierigkeiten haben, kompetente Mitarbeiter*innen zu gewinnen. Was heute am Arbeitsplatz zählt, wird nicht in der Schule gelernt. Das in der Schule erworbene Wissen reicht nicht. Lernen hat keinen Ort (Schule, Universität) mehr. Es ist eine selbstgesteuerte, lebensbegleitende Aktivität, überall vollzogen und auch im Alter nicht endend.

Aus diesen Erwägungen entwickelte seit 2002 die amerikanische Non-Profit-Organisation „Partnership for 21st Century Learning (P21)“ bestehend aus Wirtschaftsvertretern, Bildungsfachleuten und am Gesetzgebungsprozess Beteiligte das „Framework for 21st Century Learning“das 4K-Modell, das die Kernkompetenzen der Zukunft darstellen: Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und Kritisches Denken. Hier eine sehr kurze Darstellung.

1. Kreativität: Das bedeutet nicht, als Genie vollkommen Neues zu erfinden. Gemeint ist besonders, das gelernte Fachwissen und erworbene Kompetenzen auf neue Arbeitsgebiete übertragen, anpassen und erweitern. Wie kann ich das anders besser machen?

2. Kommunikation; Das bedeutet nicht, ein begnadeter Redner zu sein. Gemeint ist, seine Erfahrungen und sein Wissen auf den Punkt bringen und kommunizieren zu können. Der Austausch mit Kollegen ist entscheidend für das persönliche Vorankommen. Das führt zur nächsten Kompetenz:

3. Kollaboration: Das bedeutet nicht, einfach mit Kollegen zu arbeiten. Die Arbeit im Team wird immer wichtiger. Sie stärkt das Selbstvertrauen, Kommunikation und den Wissenstransfer. Die größten Neuerungen und Erfindungen werden nicht von einzelnen Genies, sondern kollaborativ im Team entwickelt.

4. Kritisches Denken: Das bedeutet nicht, über alles zu mäkeln und nichts zu akzeptieren. Gemeint ist die Bereitschaft, alte Strukturen zu hinterfragen und für neue Lösungen offen zu sein. Damit schließt sich wiederum der Kreis zur Kreativität.

Auch wenn die 4K primär im Zusammenhang der beruflichen Ausbildung entwickelt und diskutiert wurden, so strahlen sie ebenfalls auf Bildung insgesamt aus. Für Volkshochschulen bedeutet dies eine Neuausrichtung ihrer Kurse. Folgende pädagogischen und methodischen Elemente werden in Zukunft immer wichtiger:

Wir sind der Meinung, dass die 4K eine gute Orientierung für die Kompetenzen der Zukunft bieten. Sie werden den Unterricht von gestern auf eine neue Basis bringen und eine Bildung fördern, die z.B. auch gegen Rassismus und Fake News resistent ist.

Bildung bleibt spannend. Wir sind dabei.