Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg hat uns alle schockiert. Wir möchten Ihnen auf dieser Seite einen Überblick über kommende Vorträge und kostenlose Videos geben.

Denn:

„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“

—  Marie von Ebner-Eschenbach

Geschichte der Ukraine vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
Online-Vorlesung

Anmeldung ab sofort möglich unter Franziska.Davies@lrz.uni-muenchen.de

Dr. Franziska Davies ist in Düsseldorf geboren. Sie wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert, wo sie Osteuropäische Geschichte lehrt. Zu ihren Forschungs- und Publikationsschwerpunkten zählt die moderne Geschichte Russlands, Polens und der Ukraine.

Termine und Themen:

19. April 2022: Die Ukraine im 19. Jahrhundert und die Ursprünge der ukrainischen Nationalbewegung

26. April 2022: Die „ukrainische Frage“ im Russischen Zarenreich

03. Mai 2022: Die „Perle“ des Imperiums: Zur Geschichte der Krim

10. Mai 2022: Ukrainer:innen in der Habsburger Monarchie: Das Beispiel L’wiw/Lwów/Lemberg

17. Mai 2022: Ko-Existenz, Feindschaft und shared history: Zum jüdisch-ukrainischen Verhältnis

24. Mai 2022: Staatsgründungsversuche in Revolution und Krieg: Die Ukraine von 1914-1922

31. Mai 2022: Frühe sowjetische Nationalitätenpolitik: die Sowjetukraine in den 1920er Jahren

07. Juni 2022: Staatliche Diskriminierung und Terrorismus: Ukrainer:innen im Polen der Zwischenkriegszeit

14. Juni 2022: Holodomor: Stalins Hungersnot und genozidale Gewalt zu Beginn der 1930er Jahre

21. Juni 2022: Sowjetische und deutsche Gewalt, ukrainischer Nationalismus: Die Westukraine im Zweiten Weltkrieg

28. Juni 2022: Holocaust by bullets, Versklavung, Massenterror: Die Sowjetukraine im deutschen Vernichtungskrieg, 1941-1945

05. Juli 2022: Die Ukraine als Teil der Sowjetunion: Russifizierung und Dissidenz, 1945 bis 1991

12. Juli 2022: Demokratie, Oligarchie und nationale Konsolidierung: Die Ukraine von 1991 bis 2004


Der Aufstieg Chinas und dessen weltpolitische Implikationen

Chinas rasanter Aufstieg in der Weltpolitik wird sichtbar durch dessen gewachsene maritime Ambitionen, durch sein Seidenstraßenprojekt und sein extensives Engagement in Afrika. Besonders im südchinesischen Meer versucht China durch den Bau künstlicher Inseln und Militäranlagen, den USA den Zutritt zu bestimmten Gewässern zu verweigern. Dazu kommt der Anspruch zur Eingliederung Taiwans. Kann der Aufstieg Chinas friedlich vollzogen werden oder droht ein heißer Konflikt zwischen dem Herausforderer China und den USA? Welches sind zukünftige Allianzen in der Weltpolitik?
Der Vortrag wird gestreamt. Bitte bei Anmeldung angeben, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen wollen.

Dr. Christoph Rohde war von 2004 – 2009 Lehrbeauftragter am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der LMU München im Fach Politische Wissenschaft, von 2011 2016 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. Der Politologe ist Autor von Büchern im Fach Internationale Politik.

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Das Ende einer großen Utopie?
Immanuel Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“

„Zum ewigen Frieden“ – geschrieben mitten im Krieg Preußens gegen das revolutionäre Frankreich – gehört zu den bekanntesten Werken des Philosophen. In dieser bahnbrechenden Schrift entwickelt Kant die Lösung einer Frage, die seit Jahrhunderten bis heute die Menschen beschäftigt: Wie lässt sich ein ewiger Friede schaffen? Für die Friedensbewegung war und ist Kants Traktat von fundamentaler Bedeutung. Doch ist diese Utopie im russischen Bombenhagel auf die Ukraine nichr endgültig implodiert? In diesem philosophischen Dialog wird die Argumentation Kants nachgezeichnet und auf Realitätstauglichkeit abgeklopft. Philosophische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Thomas Mandl studierte Theologie un dPhilosophie und ist Vorstand der vhs Oberland e.V.

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Die Ukraine-Krise und ihre Folgen

Die Folgen der Ukraine-Krise sind Aufrüstung, das Ende vertrauensbildender Maßnahmen und Abrüstungsverhandlungen und die Wiederkehr der Drohung mit dem Einsatz von Nuklearwaffen. Der Westen mit seinen Versuchen der Demokratisierung der Welt mit Hilfe von Waffen und von außen oktroyierten Regierungsstürzen istebenso gescheitert wie der neo-nationalistische Ansatz der Politik territorialer Eroberungen. Wie kann in einer vernetzten Welt eine regelgeleitete Außenpolitik aussehen? An diesem Abend werden verschiedene globale und regionale ordnungspolitische Ansätze vorgestellt und diskutiert.
Der Vortrag wird gestreamt. Bitte bei Anmeldung angeben, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen wollen.

Dr. Christoph Rohde war von 2004 – 2009 Lehrbeauftragter am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der LMU München im Fach Politische Wissenschaft, von 2011 2016 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. Der Politologe ist Autor von Büchern im Fach Internationale Politik.

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Die Renaissance der Geopolitik – Great Game zwischen gut und böse?

Scheinbar wie aus heiterem Himmel attackierte Russland die Ukraine und riss die pazifistisch gestimmte deutsche Öffentlichkeit aus ihren Träumen. Was aber war mit den Kriegen im Jemen, im Irak und in Somalia oder den schwelenden Kriegen in der Sahel-Zone? In diesem Vortrag wird argumentiert, dass sich hinter der Fassade eines westlich dominierten Völkerrechtsdiskurses knallharte Macht- und Einflusssphärenpolitik verbirgt, die nicht erst mit dem russischen Angriff auf die Ukraine wieder begonnen hat.
Der Vortrag wird gestreamt. Bitte bei Anmeldung angeben, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen wollen.

Dr. Christoph Rohde war von 2004 – 2009 Lehrbeauftragter am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der LMU München im Fach Politische Wissenschaft, von 2011 2016 Lehrbeauftragter an der Hochschule für Politik München. Der Politologe ist Autor von Büchern im Fach Internationale Politik.

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Livestream – vhs.wissen live: China und die Sowjetunion

Vor dem aktuellen Hintergrund des Krieges in der Ukraine wirft Felix Wemheuer einen Blick auf die Geschichte der sino-sowjetischen Beziehungen. Als 1949 die Volksrepublik von Mao Zedong gegründet wurde, hieß es zunächst: „Die Gegenwart der Sowjetunion wird die Zukunft Chinas sein“. Die chinesischen KommunistInnen übernahmen das politische System und wirtschaftliche Entwicklungsmodell des „großen Bruders“ in Moskau. Nur zehn Jahre später kam es zum Bruch beider Länder. 1969 kulminierte die Feindschaft sogar in einem blutigen Grenzkrieg. Die Sowjetunion drohte mit dem Einsatz von Atomwaffen.
China näherte sich in Folge den USA an. Der Vortrag analysierte die Gründe für den Aufstieg und Niedergang des sino-sowjetischen Bündnisses. Dabei spielten die Bestimmung der Strategie der kommunistischen Weltbewegung, alte Grenzstreitigkeiten und auch die Taiwan-Frage eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt ging der Streit zwischen der Sowjetunion und China auch darum, wer in dem Bündnis die Rolle des Juniorpartners innehaben sollte.

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Zuvor war er Gastwissenschaftler an der Harvard University und studierte „Geschichte der KPCh“ an der Volksuniversität in Beijing.

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vhs.wissen live SPEZIAL: Die Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen

Wladimir Putin greift für die Rechtfertigung seines Angriffskriegs auf ein Narrativ zurück, nachdem die Ukraine schon immer ein Teil Russlands gewesen sei. Doch der Konflikt mit Russland um die ukrainische Unabhängigkeit reicht bis ins Mittelalter zurück. In diesem Vortrag zeichnet die Historikerin Prof. Ricarda Vulpius den Konflikt nach und nimmt dabei auch die Geschichte des russischen Imperialismus in den Blick.

Ricarda Vulpius ist Professorin für Osteuropäische Geschichte an der Universität Münster. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die russländische Imperiumsgeschichte sowie die Geschichte der Ukraine und ihre Verflechtungen.

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Ukraine/Russland: Osteuropa-Historiker Wolfgang Eichwede – Jung & Naiv

Zu Gast im Studio: Wolfgang Eichwede, Historiker und Gründungsdirektor der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. Mit der Gründung der Forschungsstelle Osteuropa 1982 übernahm er die Leitung des Instituts, die er bis 2008 innehatte. Er engagiert sich bis heute für die Sozial-, Bürgerrechts- und Freiheitsbewegungen in Osteuropa. Das Bemühen um Freundschaft mit Russland, so Eichwede, müsse der Machtpolitik Putins „auch seine Grenzen zeigen – Grenzen, die sich aus dem Völkerrecht und den Rechten der kleineren, eben nicht so mächtigen Staaten ergeben“. Tilo spricht mit Wolfgang über seinen Werdegang, sein Interesse an Osteuropa, die Ukraine, Russland und die ehemalige Sowjetunion. Es geht um den Kalten Krieg, dessen Ende, die NATO-Osterweiterung, Jelzin, Putin, dessen Ziele, dessen Verstand und natürlich den russischen Überfall auf die Ukraine. Link: – Wolfgangs Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen https://www.forschungsstelle.uni-brem…

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